Artikel: Wichteln zu Weihnachten
 

Weihnachtswichteln mit Kindern

Was ist Wichteln? Welche Varianten gibt es? Entdecke hilfreiches Wissen und originelle Ideen zum Wichteln mit Kindern!

Das Weihnachtswichteln mit Kindern bringt in der Adventszeit eine ganz besondere Magie in Familien, Schulen oder Kindergärten. Es verwandelt das gegenseitige Beschenken in ein Spiel, bei dem Geheimniskrämerei, Neugier und leuchtende Kinderaugen im Mittelpunkt stehen. Statt großer materieller Werte geht es dabei vor allem um das gemeinsame Erlebnis, die Spannung beim Auspacken und die Freude daran, anderen eine kleine Überraschung zu bereiten. Wird dieses Jahr bei deinem Kind in Schule oder Kindergarten gewichtelt? Oder hast du Lust, selbst mal ein Weihnachtswichteln in der Familie zu veranstalten? Hier findest du die klassischen Regeln für das Wichteln zu Weihnachten, originelle Varianten und tolle Ideen zum Bücherwichteln. Lass dich inspirieren und hol dir ein wenig Wichtelmagie in die Adventszeit! 

Auf dieser Seite findest du: 

Kurz erklärt: Was ist Wichteln?

Das Wichteln zu Weihnachten ist ein beliebter Brauch zum gegenseitigen Beschenken, vor allem in festen Gruppen wie Schulklassen. Der Brauch ist auf der Welt weit verbreitet und hat viele verschiedene Namen. In Schweden sowie in Teilen Norddeutschlands nennt man das Weihnachtswichteln zum Beispiel Julklapp, in Österreich häufig Engerl-Bengerl. Im englischsprachigen Raum kennt man Wichteln unter anderem als Kris Kringle oder Secret Santa, in spanischsprachigen Ländern auch als amigo secreto. Im Kern geht es darum, dass jedes Gruppenmitglied ein kleines Geschenk mitbringt und eines erhält. Die Zuordnung der Geschenke geschieht dabei in der Regel zufällig. Wie genau das Weihnachtswichteln dann abläuft, richtet sich nach der jeweiligen Variante. In der ursprünglichen Version sollen die Geschenke heimlich und anonym verteilt worden sein, eben so, als hätte ein Wichtel sie gebracht. Daher soll auch der Name Weihnachtswichteln stammen.

Was ist Wichteln? Infos, Tipps und Ideen zum Wichteln mit Kindern

Regeln und Varianten für das Wichteln

Heute gibt es viele Varianten für das Weihnachtswichteln. Ein Grundprinzip ist dabei die geheime Herkunft der Geschenke. Von wem welches Geschenk stammt, bleibt ein Wichtel-Mysterium – zumindest, solange es nicht zufällig erraten oder ausgeplaudert wird. Für wen man ein Geschenk mitbringen soll, wird klassisch ausgelost. Dazu kommen die Namen von allen, die mitmachen, gefaltet in einen Beutel oder eine Schüssel und jeder und jede zieht dann einen Zettel. Erwischt man dabei den eigenen Namen, wandert dieser zurück und man zieht noch einmal. Da kleine Kinder noch nicht schreiben und lesen können, lassen sich die Namen für ein Wichteln in der Kindergartengruppe am besten beim Elternabend ziehen. 

Alternativ kann man ganz auf das Ziehen von Namen im Vorfeld verzichten. Dann bringen alle, die beim Wichteln mitmachen, einfach ein Geschenk mit, das sie selbst gut finden. Bevor die Geschenke besorgt werden, sollten dabei jedoch folgende Fragen geklärt sein: 
 

  • Bis wann und wo muss das Geschenk abgegeben werden? 
  • Gibt es ein Geschenkemotto? 
    Zum Beispiel:
    • Das Geschenk muss ein Buch sein. 
    • Das Geschenk muss eine bestimmte Farbe habe oder Eigenschaft erfüllen. 
    • Das Geschenk muss etwas mit einem bestimmten Thema wie Tiere oder Magie zu tun haben. 
    • Das Geschenk muss einen bestimmten Anfangsbuchstaben beginnen.  
      Tipp: Um es anspruchsvoller zu machen, können auch verschiedene Mottos kombiniert werden. 
  • Gibt es Ausschlusskriterien? Zum Beispiel: Das Geschenk darf nichts Essbares sein oder nicht aus Plastik bestehen? 
  • Wie teuer darf das Geschenk sein? Legt dafür eine Preisspanne fest. 
  • Wie sollte das Geschenk verpackt sein? Neutral mit Packpapier oder Zeitungspapier oder bunt mit Geschenkpapier? Wichtig: Wenn das Geschenk für jemand Bestimmtes gedacht ist, muss der Name draufstehen.
Was ist Wichteln?

Für das Verteilen der Geschenke gibt es zwei Grundvarianten. Bei der ersten werden die Geschenke nach Art eines Adventskalenders täglich verteilt. Dazu werden die Geschenke zunächst zufällig einzelnen Tagen in der Adventszeit zugeordnet. Jedes Kind darf das Geschenk, auf dem sein Name steht, erst an dem entsprechenden Tag an sich nehmen und auspacken. Wurden keine Namen gezogen, können alternativ die Tage ausgelost werden oder an jedem Tag ein kleines Spiel gespielt werden. Das Kind, das gewinnt, darf auspacken. 

Bei der zweiten Variante gibt es einen Tag, an dem alle ihre Wichtelgeschenke bekommen. Dafür eignet sich die Weihnachtsfeier besonders gut. Für das Verteilen der Geschenke gibt es dann wieder verschiedene Varianten, zum Beispiel: 
 

  • Der Klassiker: Die Person, die das Weihnachtswichteln organisiert, sammelt im Vorfeld alle Geschenke in einem großen Korb oder arrangiert sie heimlich auf einem Tisch und verbirgt sie unter einem Tuch. Zur Bescherung wird dann das Tuch gelüftet oder der Korb freigegeben und jedes Kind sucht nach dem Geschenk mit seinem Namen. 
  • Das Würfelspiel: Werden keine Namen ausgelost, setzen sich die Kinder in einen Kreis und die Geschenke kommen in die Mitte. Nun wird gewürfelt. Jedes Kind, das eine Sechs würfelt, darf sich ein beliebiges Geschenk aussuchen. Ausgepackt wird aber erst, wenn alle ein Geschenk haben. 
  • Das Tauschspiel: Die Kinder sitzen im Kreis und der Reihe nach nimmt sich jedes Kind ein Geschenk. Dann wird ein Wecker auf eine festgelegte Zeit zum Wichteln eingestellt und gestartet. Nun wird reihum gewürfelt und zu jedem Würfelergebnis wechseln die Geschenke ihre Besitzer, zum Beispiel so: 
     
    • Bei einer Eins und einer Sechs tauscht das Kind das eigene Geschenk mit dem eines beliebigen anderen Kindes. 
    • Bei einer Zwei und Drei wandern alle Geschenke einen Platz weiter im Uhrzeigersinn. 
    • Bei einer Vier und Fünf wandern alle Geschenke einen Platz weiter gegen den Uhrzeigersinn.
Ideen zum Wichteln: Regeln und Varianten von Bücher-Wichteln bis Schrottwichteln

Typisch Leseliebe: Bücher wichteln zu Weihnachten

Wenn wir bei Leseliebe ein Motto zum Wichteln vergeben dürften, hätte das natürlich immer etwas mit Büchern zu tun. Wir stellen dir unsere drei Lieblingsvarianten vor: 
 

  • Bücher wichteln mit Steckbrief: Diese Variante zum Weihnachtswichteln eignet sich besonders gut für Schulklassen. Als Loszettel werden kleine Steckbriefe ausgeteilt, die neben dem Namen auch einige Angaben darüber enthalten, was das Kind gerne liest. Wir haben dir dafür eine praktische Bastelvorlage erstellt, die du nur noch ausdrucken und ausschneiden musst. Die Steckbriefe werden dann an alle Kinder der Klasse verteilt, ausgefüllt, zusammengefaltet und in einer Schüssel oder einem Beutel gesammelt. Anschließend zieht jedes Kind einen Zettel. Die Aufgabe ist nun: Besorge ein Buch, das zu den Angaben passt, verpacke es, klebe den Steckbrief auf und gib es bis zum vereinbarten Zeitpunkt ab. Damit dafür genügend Zeit bleibt, sollten die Steckbriefe früh genug gezogen werden, zum Beispiel zwei Wochen bevor das Wichteln losgeht. Zum Verteilen der Wichtelgeschenke eignet sich dann die Adventskalender-Variante oder der Klassiker. 
    Tipp: Für den Fall, dass Steckbrief und Buch nicht gut zusammenpassen oder ein Kind das Buch bereits hat, veranstalte einen Tauschbasar zum Abschluss. Werden auch damit noch nicht alle Kinder glücklich, sollte ein Buch dann idealerweise gegen einen Gutschein für die Buchhandlung getauscht werden können.

Steckbriefe zum Bücherwichteln

  • Lieblingsbücher wichteln: Für diese Variante zum Wichteln wird kein Name gezogen. Dein Kind besorgt ein eigenes Lieblingsbuch ein zweites Mal, verpackt es mit neutralem Packpapier und schreibt drei Worte darauf, die das Buch beschreiben. Zum Verteilen ist das Würfelspiel ideal. 
  • Pixi-Wichteln: Dieses Bücherwichteln ist perfekt, wenn das Budget klein ist und vor allem die Geste zählt. Jedes Kind besorgt ein Mini-Buch und verpackt es – ob mit vorab gezogenem Namen oder nicht. Zum Verteilen der Wichtelgeschenke kannst du jede Variante nutzen.

Noch mehr Ideen zum Wichteln mit Leseliebe

Statt klassische (Buch-)Geschenke zu machen, lassen sich auch Nettigkeiten oder Spaß-Geschenke verteilen. Wie wäre es zum Beispiel mit: 
 

  • Lesewichteln: Diese Idee zum Wichteln in der Adventszeit lässt sich besonders gut in der Familie durchführen. Auch hier werden verdeckt die Namen gezogen. Dann überlegt sich jeder und jede für den gezogenen Namen eine schöne Leseaktion und schreibt sie auf, zum Beispiel: „Ich lese dir meine Lieblingsgeschichte vor“, „Wir gehen gemeinsam zu einer Lesung von …“, „Wir bauen uns eine Lesehöhle und lesen darin deine Lieblingsgeschichte“, „Wir machen ein Lesepicknick im Wohnzimmer mit tollen Geschichten und Snacks“. Steckt das (Vor-)Lesegeschenk in einen Briefumschlag und schreibt den Namen der Person darauf, die es bekommen soll. Dann legt bestimmte Tage zum Wichteln fest, etwa die Adventssonntage. An jedem Wichteltag darf nun eine Person ihre Wichtelgeschenk öffnen und einlösen. Wer das ist, könnte ihr beliebig bestimmen, zum Beispiel durch das Würfeln einer Zahl oder das Festlegen einer Reihenfolge nach Anfangsbuchstaben der Namen, Lebensalter oder Größe. 
Bücher-Wichteln in der Grundschule und andere Geschenkideen zum Wichteln mit Kindern
  • Schrottwichteln: Beim Schrottwichteln geht es in erster Linie um Spaß. Man schenkt etwas, das man selbst für total überflüssig hält. Das funktioniert auch als Variante beim Bücherwichteln. Dafür verpackst du entweder ein Buch, das dir gar nicht gefallen hat oder ein altes Buch, das schon fast auseinanderfällt. Nichts wird neu gekauft. Diese Wichtel-Variante kannst du mit allen Varianten zum Auslosen und Verteilen der Geschenke kombinieren.

Hat dein Kind schon einmal gewichtelt? Was hat es bekommen? Was hat es verschenkt? Gibt es noch eine tolle Variante zum Weihnachtswichteln, die du ergänzen magst? Schreib uns einen Kommentar!

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