Buchvorstellung: Maximilian und der verlorene Wunschzettel

stimmungsvoll - spannend - inspirierend

ab 6 Jahren

Cover Maximilian und der verlorene Wunschzettel

In 24 ½ Kapiteln erlebt eine kleine, tapfere Maus ein turbulentes Weihnachtsabenteuer – Lesen und Dahinschmelzen!  

Eine Maus, ein verlorener Wunschzettel, eine Mission

Auf den wirklich allerallerletzten Drücker wirft Oliver seinen Wunschzettel an den Weihnachtsmann in den Briefkasten. Es ist schon der 24. Dezember, kurz vor Ladenschluss und die Bescherung am ersten Weihnachtsmorgen ist nur noch Stunden entfernt. Aber der Brief rutscht – warum auch immer – aus dem Briefkasten wieder heraus und findet seinen Weg zu Maus Maximilian. Die heimatlose, hungrige Maus freut sich erst darüber, einen halbwegs trockenen Schlafplatz gefunden zu haben. Sie will ein Loch hineinknabbern und es sich in dem Papier-Schlafsack gemütlich machen. Doch dann liest sie, dass der Brief an den Weihnachtsmann adressiert ist. Sofort begreift Maximilian, dass ein nicht zugestellter Wunschzettel ein enttäuschtes Kind an Weihnachten bedeutet. Und weil das Mäuseherz so groß ist wie die Maus selbst klein, macht sie sich mit dem Brief unverzüglich auf den Weg zum Weihnachtsmann. Wo wohnt der noch? Am Nordpol. Und wo ist der? Über einen Zwischenstopp beim Reisebüro geht es zu einem Kaufhaus, wo sich der Weihnachtsmann laut Werbeanzeige gerade heute aufhalten soll. Dabei trifft Maximilian auf verschiedene Wegbegleiter, die ihm hilfreich zur Seite stehen. Er erlebt wilde Abenteuer und taucht tief, tief ein in die weihnachtliche Stimmung der Stadt. Wird es der kleinen Maus wirklich gelingen, den Wunschzettel rechtzeitig zu überbringen?  

Ein Mäuse-Road-Trip zum Weihnachtsmann

Innenseite Maximilian und der verlorene Wunschzettel

Ein Buch, in dem Käse „in allen köstlichen Stinkigkeitsgraden“ duften kann oder eine Kapelle mit einer „hupenden und tutenden Begeisterung“ Weihnachtslieder spielt, muss man einfach lesen. Alle Liebhaber frischer, origineller Formulierungen werden jedenfalls ihre wahre Freude an dem Buch von Alex T. Smith haben. Der Text zaubert eine unheimlich dichte Atmosphäre, die dich in die Buchwelt geradezu hineinzieht. Du liest dich in eine Zeit, in der alle Herren noch Hüte trugen und Werbereklamen mit Glühbirnen eingefasst waren. Mit Maus Maximilian wanderst du gemeinsam durch die weihnachtliche Stadt, riechst und schmeckst mit ihr und siehst alles so klar und deutlich vor deinem inneren Auge, als wärest du leibhaftig dabei. Dabei entpuppt sich die kleine Maus auf der abenteuerlichen Reise immer mehr als echter Held: Sie überwindet ihre Ängste und zeigt einen  rückhaltlosen, nimmermüden Einsatz für das Glück eines fremden Kindes. So einen tapferen, bezaubernd selbstlosen Mäuserich begleitet man wirklich gerne und schließt ihn automatisch ins Herz. Und als Maus Maximilian beim Anblick eines prall gefüllten Puppenhaus-Bücherregals auch noch überwältigt nach Luft schnappen muss, hat sich zumindest die Leseliebe-Redaktion vollends in ihn verliebt.

Innenseite Maximilian und der verlorene Wunschzettel

Eine buchige Kostbarkeit über Mut und Freundlichkeit

Das kurze Vorwort erklärt, wie du das Buch lesen musst: Du beginnst das Buch am 1. Dezember und liest dann bis zum 24. Dezember jeden Tag ein Kapitel. Das setzt jedoch einiges an Disziplin voraus. Denn jedes Kapitel endet so spannend, dass man gar nicht erwarten kann, wie es am nächsten Tag weitergeht. Während andere Kinder ihre Schoko-Kalender in einem Rutsch plündern, droht hier also das Auf-einmal-Verschlingen der ganzen Geschichte. Also aufgepasst! Als kleine Bremsen zwischen den Kapiteln funktionieren Bastelanleitungen, Rezepte und anderes auf cremefarbenem Papier und in einem roten Rahmen. Du liest von dem isländischen Weihnachtsbrauch der „weihnachtlichen Bücherflut“, erfährst, wie man Kekse mit Bonbonglasfenstern backt oder wirst zu „spontanen Nettigkeiten“ inspiriert. Auch bei den Illustrationen vom Autor selbst hältst du zwangsläufig inne. Mit ihrer intensiven, weihnachtlich-warmen Atmosphäre haben sie etwas von Feenstaub-Explosionen an sich. Sie sind wie ein eingefangenes Gefühl, das du beim Anschauen befreist. Das also wirklich besondere Adventskalender-Buch endet schließlich mit einer wohlig zufriedenen Maus, den schönsten Weihnachtsgedichten und einem persönlichen Brief des Autors. Darin erzählt er, wie er auf die Geschichte kam und was ihm an Weihnachten wichtig ist: Dinge, „die nichts kosten – wie Mut und Freundlichkeit“. 

Hat dein Kind schon einmal ein Adventskalender-Buch gehabt? Wie kam das an? Welche Rolle spielt Lesen bei euch in der Adventszeit? Hast du dir dieses Buch schon angeschaut? Schreib uns einen Kommentar! 

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Maximilian und der verlorene Wunschzettel

Maximilian und der verlorene Wunschzettel
Autor / Autorin Alex T. Smith Übersetzt von Diana Steinbrede
Verlag: arsEdition
Preis: 18,00 €
ISBN: 978-3-8458-3242-5

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Die neusten Kommentare der Community

Rana2008

Maximilian und der verlorene Wunschzettel

Wir lieben Geschichten mit Mäusen und tollen Illustrationen, die witzig und außergewöhnlich sind. Vorlesen hat bei uns nicht nur im Advent einen großen Stellenwert, aber es verändert sich gerade sehr, weil meine Tochter jetzt lesen lernt und immer mitlesen will. Ich hoffe trotzdem sehr, daß ich ihr noch lange vorlesen darf.