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Mein Körper und ich

Mit Leseliebe förderst du bei deinem Kind Körperwahrnehmung und ein gesundes Selbstbild – wir verraten wie!

Gibt es etwas Schöneres, als sein Kind strahlend glücklich und zufrieden zu erleben? Wahrscheinlich lächelst du allein bei dem Gedanken daran. Wer aber glücklich sein soll, der muss erst einmal mit sich selbst zufrieden sein. Und dazu braucht es eine positive Körperwahrnehmung sowie einen gesunden Umgang mit den eigenen Stärken und Schwächen. ‚Gesund‘ heißt in diesem Zusammenhang, dass man seine positiven Eigenschaften wahrnimmt und auf seine Stärken vertraut (Selbstvertrauen). Dass man das, was man an sich selbst nicht mag, ändert oder akzeptiert (Selbstakzeptanz). Dass man eine starke Schutzschicht gegen blöde Kommentare hat und sich in seinem Körper wohl und geliebt fühlt. Ist das alles gegeben, ist und wirkt man selbstbewusst und das ist die beste Basis, um tatsächlich strahlend glücklich und zufrieden zu sein. Aber wie fördert man ein positives Selbstbild? Wie schult man die Körperwahrnehmung? Leseliebe hat für dich nach Antworten gesucht.

Körperwahrnehmung beim Kind: den eigenen Körper fühlen und verstehen

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Sport und Bewegung sind wichtig, um sich selbst zu fühlen. Wenn man außer Atem kommt oder schwitzt, wenn man die Muskeln anspannt, springt, balanciert oder läuft, spürt man seinen Körper richtig gut. Das passiert auch durch Berührungen und die Pflege, die du als Mama oder Papa deinem Kind vermittelst. Du streichelst und knuddelst es, pflegst es bei Krankheit, wäschst und cremst es ein. All das vermittelt deinem Kind ein Gespür und eine Wertschätzung für den eigenen Körper. Entdeckt dein Kind dazu noch seine körperlichen Fähigkeiten und Stärken „ich bin stark“, „ich bin schnell“, „ich kann gut balancieren“, stärkt das Körperbewusstsein und das Gefühl für dessen Wert zusätzlich. Auch Kinderbücher über den Körper können dabei helfen, die Aufmerksamkeit auf den Körper zu lenken und so das Körperbewusstsein sinnvoll unterstützen. Unser Tipp: Kinderbücher, die dich selbst aktiv werden und dein Kind seinen Körper spüren lassen, zum Beispiel mit Fingerspielen oder Kinderyoga.

Selbstbild und Selbstwert: So sehe ich aus, so bin ich gut

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Jeder Mensch Kind hat ein Bild von sich selbst, das neben objektiven Fakten wie Haar- und Hautfarbe auch die subjektive Wahrnehmung von Eigenschaften und Gefühlen umfasst. Wie man dieses Selbstbild wahrnimmt und bewertet, bestimmt das Selbstwertgefühl. Damit sich das bei einem Kind zu einem bejahenden „ich mag mich“ entwickelt ist die liebevolle Zuwendung der Eltern die allerbeste Grundlage. Ein Zuviel gibt es dabei gerade in den ersten Lebensjahren nicht, solange du respektierst, wenn dein Kind mal nicht schmusen oder Zeit für sich alleine haben möchte. Denn auch sich erfolgreich abgrenzen zu können macht stark.

Durch deine Aufmerksamkeit und Fürsorge bereitest du dein Kind optimal auf die ersten Vergleichserfahrungen mit anderen Kindern in Kindergarten und Schule vor. Je mehr sich dein Kind dann seiner Einzigartigkeit und seiner Stärken bewusst ist, umso besser kann es mit eventuellen Unsicherheiten umgehen. Übrigens sind zwischen drei und sechs Jahren auch Doktorspiele zum Erforschen des eigenen und anderer Körper vollkommen normal. Wer hier entsetzt mit Verboten oder Beschämungen reagiert, verunsichert sein Kind und sät den Keim, sich als falsch wahrzunehmen. Viel besser als Reaktion sind schmusige Vorlesestunden mit aufklärenden Bilderbüchern zum Thema Körper.

Für ein positives Selbstbild positiv: Welche Kinderbücher können die Körperwahrnehmung stärken?

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Kinderbücher sind eine großartige Möglichkeit, um die Aufmerksamkeit deines Kindes auf das wichtige Selbstbild-Thema zu lenken. Vielleicht kommt ihr beim gemeinsamen Anschauen und Lesen ins Gespräch und dein Kind hat eine Gelegenheit all seine Fragen loszuwerden. Oder es nimmt aus einfühlsamen Geschichten die Erkenntnis mit, dass jeder Mensch besonders und anders ist. Es entdeckt Ähnlichkeiten und Unterschiede und die wunderbaren Vorgänge des Körpers von Atmung bis Selbstheilung. Wir haben dir einige tolle Kinderbücher dazu zusammengesucht:

  • Bilderbücher, die Gefühle darstellen und den Umgang damit vorführen („Das kleine Wir“)
  • Sachbücher über den Körper, für Kleinere mit Geräuschen oder Klappen („Frag doch mal die Maus: Mein Körper“, „Guck mal: Mein Körper“, „Hör mal: Mein Körper“)
  • Bilderbuchgeschichten über die individuelle Körperwahrnehmung („Roberta & Henry“)
  • Geschichten über Stärken und Schwächen, Anderssein und Einzigartigkeit („Ich bin anders“, „Wir sind stark“, „Pembo“)
  • Bewegungsgeschichten und Yoga-Bücher, die für ein intensives Körperempfinden sorgen („Meine schönsten Fingerspiele und Mitmachlieder“, „Zehn kleine Zappelmänner und noch mehr Fingerspiele“, „Yoga für Kinder“, „Yoga für Teens“)

Hast du ein Ritual oder Spiel mit deinem Kind, bei dem es seinen Körper intensiv spüren kann? Wie wichtig ist bei euch Kuscheln? Treibt ihr gemeinsam Sport? Oder hast du noch einen tollen Buchtipp für ein Kinderbuch zum Thema Körper für uns? Schreib uns einen Kommentar!

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